Schlagwort: Controlling (Seite 1 von 9)

Die richtigen Dinge richtig tun

 

„Denn wer ist unter euch, der einen Turm bauen will und setzt sich nicht zuvor hin und überschlägt die Kosten, ob er genug habe, um es auszuführen? Damit nicht, wenn er den Grund gelegt hat und kann’s nicht ausführen, alle, die es sehen, anfangen, über ihn zu spotten, und sagen: Dieser Mensch hat angefangen zu bauen und kann’s nicht ausführen“ (Lukas 14, 28-30).

 

 

Nur was gemessen wird, wird auch erreicht“.

Eine Binsenwahrheit für jeden CFO und nachhaltigen Unternehmensführer. Aber die externe und interne Finanzberichterstattung, das Finance Controlling und die Befolgung von regulatorischen Vorschriften ist eine orginäre Kernaufgabe des CFOs und der unternehmensinternen Überwachung. Dies umfasst nicht nur die Messung und Einhaltung von sogenannten „Financial KPI’s“ (Key Performance Indicators) sondern insbesondere auch die „NON-Financial KPI’s“, also den nicht-finanziellen Leistungskennziffern zur Beurteilung der Nachhaltigkeit. Ganz im Sinne von Galileo Galilei sollte der CFO „Messen, was messbar ist, und messbar machen, was nicht messbar ist.“ Auch wenn Albert Einstein schon daraufhin wies: „nicht alles was zählt, kann gezählt werden, und nicht alles was gezählt werden kann, zählt!“. Es ist zu erkennen, dass dem CFO eine reine Kostenkontrolle, d.h. das Vergleichen von Plankosten (Kosten-Vorgaben) und den tatsächlichen Ist-Kosten lediglich nur einen nachträglichen Kostenvergleich von Kalkulation und Abrechnung einer unternehmerischen Investition bzw. Maßnahme liefern kann.

 

Für ein effizientes und effektives (Nachhaltigkeits-) Controlling reicht diese Kostenkontrolle aber nicht aus.

 

Effizienz

Denn diese einfache Kostenkontrolle kann dem CFO in keiner Weise die Effizienz (Verhältnis zwischen  nachhaltigem Nutzen und Ist-Kosten) messen. D.h.

 

Effizienz: = “die Dinge richtig tun”  =     Nachhaltiger Nutzen im Verhältnis zu Ist-Kosten   

 

ist nur dann messbar, wenn neben den Formalzielen (wie Kosten) einer unternehmerischen Investition bzw. Maßnahme auch parallel zu erreichende Sachziele definiert sind, d.h. der nachhaltige Nutzen definiert und gemessen wird. Nachhaltigkeit muss messbar sein – genauso wie Strategie. Oder wie Winston Churchill es formuliert hat: „ Wie schön die Strategie auch sein mag, man sollte hin und wieder mal die Ergebnisse betrachten“.

 

Was ist also der Nutzen einer unternehmerischen Investition bzw. Maßnahme? Ist es die CO2 Reduktion der Produktionsanlagen? Ist es der Discounted Cash Flow ?

 

 

NON-Financial-KPIs

Es ist zu erkennen, dass es in vielen unternehmerischen Bereichen sehr schwierig ist, Sachziele zu definieren. Beispielhaft sei der Bereich des Ethik-Management genannt. Demzufolge bedient man sich so genannter “(Hilfs-) Indikatoren”; ein Instrument zur Operationalisierung eines selbst nicht direkt messbaren Sachverhaltes, damit dieser Sachverhalt einer empirischen Einschätzung zugänglich gemacht werden, d.h., mit Hilfe von Controlling-Werkzeugen gemessen werden kann. Diese so genannten NON-Financial-KPI’s spielen nicht erst in einem zukünftigen Integrated Reporting eine Rolle.

 

 

Selbstverständlich tritt bei der Operationalisierung der Zielsetzung das Problem einer hinreichenden Objektivierung und Zuverlässigkeit des (Hilfs-) Indikators auf, d.h., das Problem der operationalen Vorgaben ist zu lösen. Das gleiche Problem haben wir bei der (Hilfs-) Indikatorenmessung, d.h., ob die (Hilfs-) Indikatoren den Anforderungen übergeordneter Sachzielsetzung entsprechen. Das ist mehr als Performance Management.

 

Es ist hierbei zu unterscheiden zwischen inputorientierte (Hilfs-) Indikatoren (z.B. Anzahl des Betreuungspersonals pro Betriebs-Kindergartengruppe, Anzahl der Compliance-Beauftragten im Konzern etc.) und den outputorientierte  (Hilfs-) Indikatoren (z.B. quantitativ – Anzahl der Compliance Verstösse in einem bestimmten Zeitraum, Anzahl der beschäftigten Mütter im Unternehmen, etc. bzw. qualitativ – selbständiges Auftreten eines Kindes nach einem Jahr Zugehörigkeit im Betriebs-Kindergarten, Ethik-Verständniß der Mitarbeiter etc.).

 

Effektivität

Zusammenfassend ist es wichtig festzustellen, dass die Frage der Wirtschaftlichkeit in einer lernenden Organisation nur ansatzweise mit der Einführung einer Kostenarten-, Kostenstellen- bzw. Kostenträger-Rechnung bzw. -Leistungsrechnung gemessen werden kann. Kostenkontrolle in Form von Soll-/Ist-Vergleichen ist lediglich das Fundament für einen zielgerichteten Controlling-Werkzeugkasten, der die Effektivität (Verhältnis zwischen Nutzen und Zielvorgabe) wirtschaftlichen Handelns festschreibt:

 

 

Effektivität: = “die richtigen Dinge tun”    =

Nachhaltiger Ist-Nutzen im Verhältnis zur  Zielvorgabe (Soll-Nutzen)

 

Die richtigen Dinge richtig tun

Somit bedeutet nachhaltige Unternehmensführung, die richtigen Dinge richtig tun, d.h. die Verknüpfung von Effizienz und Effektivität. Nachhaltige Kontrolle erfordert also die Verknüpfung einer zeitgerechten und aussagefähigen Kostenkontrolle mit einem modernen und zielorientierten Controlling-System. Der CFO als Navigator und als Risikomanager ist also für die Einhaltung des unternehmerischen Grundsatzes: „Die richtigen Dinge richtig tun“ verantwortlich. Nachhaltigkeit ist die Aufgabe des CFO.

 

In diesem Zusammenhang sei abschließend an Lukas 14, 28-30 erinnert:

 

„Denn wer ist unter euch, der einen Turm bauen will und setzt sich nicht zuvor hin und überschlägt die Kosten, ob er genug habe, um es auszuführen? Damit nicht, wenn er den Grund gelegt hat und kann’s nicht ausführen, alle, die es sehen, anfangen, über ihn zu spotten, und sagen: Dieser Mensch hat angefangen zu bauen und kann’s nicht ausführen“.

 

Siehe auch mein Buch

Tugenden eines ehrbaren Aufsichtsrats

 

 

Podcast über magnetische Unternehmenskultur

 

 

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bei Apple

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oder bei Spotify

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Es geht um Werte, Ehrlichkeit und enkelfähige Unternehmen und vieles mehr.

 

 

 

 

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Ehrbarkeit und Tugenden eines Aufsichtsrats – Brainloop-Blog

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27.07.2017 Der Weg zum Aufsichtsratsmandat

14.03.2018 Nachhaltigkeit: Berichterstattung und Prüfungspflicht des Aufsichtsrats

15.06.2018 Wer ist für Nachhaltigkeit im Unternehmen verantwortlich

29.10.2018 Verantwortung für nachhaltige Unternehmensführung

27.02.2019 Ehrbarkeit und Tugenden eines Aufsichtsrats

Führung macht sichtbar – Respekt

Führung macht sichtbar – Respekt

Respekt (Achtung, Anerkennung, Rücksicht, Freundlichkeit, Disziplin) bezeichnet eine Form der Wertschätzung, Aufmerksamkeit und Ehrerbietung gegenüber einer anderen Person oder einer Institution. Der Respekt von oben nach unten muss erbracht werden. Der Respekt von unten nach oben muss verdient werden. Respektlosigkeit lässt sich nicht verstecken.

 

Lesen Sie im Director’s Blog meine Gedanken zum Thema “ Wie Respekt sichtbar wird“

 

(pdf.Datei – bitte auf das Bild Klicken)

Sehen wir uns am Donnerstag, den 28. Juni 2018 in Friedrichshafen am Bodensee?

Zur

2. Regionalkonferenz Bodenseekreis der Financial Experts Association e.V.

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Wann: Donnerstag, der 28. Juni 2018 ab 15:30 Uhr bis ca. 18:00 Uhr

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Wo: im Zeppelin Universität, Seemoser Horn 20, 88045 Friedrichshafen

 

 

 

 

 

 

 

 

Die detaillierte Agenda entnehmen Sie bitte dem beigefügten Einladungsschreiben_2. FEA_Regionalkonferenz – siehe pdf.Datei “ Einladungsschreiben_2. FEA_Regionalkonferenz „.

 

Eine Teilnahme ist nur mit vorheriger Anmeldung und schriftlicher Teilnahmebestätigung der Financial Experts Association e.V. möglich.

 

 

Sehen Sie hier auch ein kleines Video von der 1. Regionalkonferenz Bodenseekreis unter

1. FEA-Regionalkonferenz Süd-Der Wert von Good Governance (3’49)

Rudolf X. Ruter

Compliance ist mehr als Zuverlässigkeit – 27.06.2018 in Kempten

Sehen wir uns am Donnerstag, den 27. Juni  2018 in Kempten zu meinem Vortrag 

 

Compliance ist mehr als Zuverlässigkeit 

 

 

Anbei das gesamte Programm als pdf.Datei  Compliance ist mehr als Zuverlässigkeit

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Bei Interesse bitte direkt anmelden bei der Bayerischen Akademie für Verwaltung-Management

Mein Vortrag adressiert folgende Aspekte:

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Compliance ist mehr als Zuverlässigkeit – 
Warum Compliance Systeme kein Fehlverhalten verhindern können –

Rückbesinnung auf ethische Grundsätze und Tugenden

 

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