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Gemeinsam gegen Korruption – 24.01.2018 in Augsburg

Am Mittwoch, den 24. Januar 2018 war ich in Augsburg zu meinem Vortrag COMPLIANCE 

 

 

 

Anbei das gesamte Programm als pdf.Datei Flyer_Final_Korruptionsprävention_2018

 

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Bei Interesse bitte direkt anmelden bei der Bayerischen Akademie für Verwaltung-Management

 

Mein Vortrag  als pdf.Datei adressiert folgende Aspekte:

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Compliance ist mehr als Zuverlässigkeit
Warum Compliance Systeme kein Fehlverhalten verhindern können – Rückbesinnung auf ethische Grundsätze und Tugenden

 

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Ehrlichkeit als Orientierung und Lebensziel

Ehrlichkeit als Orientierung und Lebensziel

 

„Welche Werte sind mir als ehrbare Führungskraft – privat und beruflich – am wichtigsten? Mit welchen eigenen Werte-Vorstellungen will ich unternehmerisch erfolgreich sein?

 

Es gibt zahlreiche Werte und Werte-Managementsysteme in Wissenschaft und in Praxis wie zum Beispiel Leistungswerte (wie z.B. Qualität, Nutzen, Innovationsorientierung), Kommunikationswerte (wie z.B. Verständigung, Achtung, Zugehörigkeit), Kooperationswerte (wie z.B. Konfliktfähigkeit, Teamgeist, Loyalität, Glaubwürdigkeit) oder moralische Werte (wie z.B. Anständigkeit, Ehrlichkeit, Integrität, Fairness). Die Frage aller Fragen lautet: „Welche Werte sind mir als ehrbare Führungskraft – privat und beruflich – am wichtigsten? Mit welchen eigenen Werte-Vorstellungen will ich unternehmerisch erfolgreich sein? Wie ist meine Einstellung z.B. zu Briefkastenfirmen, pro-aktiven Bilanzgestaltungen, Arbeitsplatzabbau, Korruption, Kartellabsprachen und modernen Steuersparmodellen? Wie finde ich Werte-orientierte Lösungen auf aktuelle Probleme z.B. der Digitalisierung und der Disruption? Welche eigene Haltung erlaubt mir eine eigene Perspektive und sichere Bewertung der Dinge? Tugenden können hier eine gute Orientierung sein und Leitplanken liefern für ein anständiges Handeln.

 

„Keine Zeit ist so erbärmlich, dass man nicht wieder ehrlich werden könnte“ wusste schon der englische Dramatiker William Shakespeare (1564 – 1616). Ohne Ehrlichkeit als Grundvoraussetzung kann keine Ethik und Moral entstehen. Ohne Ehrlichkeit ist eine Werte-Orientierung nicht möglich. Leider vergessen wir gelegentlich die Tugend der Ehrlichkeit und der Rechtschaffenheit. Der eine mehr. Der andere weniger. Der eine absichtlich und der andere unbewusst. „Rechtschaffenheit ist eine seltene Tugend, und der Mensch, der sie im höchsten Maß zu besitzen glaubt, hat sie oft am wenigsten.“ so Honoré de Balzac (1799-1850), französischer Philosoph.

Was ist nun Ehrlichkeit ?

Was antwortet ein Vater auf die Frage seines Kindes „Papa, was ist das: Ehrlichkeit?“

Eine etwas scherzhafte, aber in der Praxis oft anzutreffende Antwort lautet:

„Ich will es dir so erklären: Wenn du zwanzig Cents findest, dann lohnt es nicht, sie zur Polizei und ins Fundbüro zu tragen, die kannst du behalten. Wenn du tausend Euro findest, dann trag sie zur Polizei und ins Fundbüro. Man wird dich dann für ehrlich halten, und der Ruf der Ehrlichkeit – das ist wie Kapital ein großer Vermögenswert. Wenn du aber ein ganzes Kapital auf der Straße findest, dann brauchst du keinen Ruf der Ehrlichkeit mehr.“

00 Tugenden eines ehrbaren Aufsichtsrats - Joseph Fouché - Tugenden eines ehrbaren Aufsichtsrats

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ehrlichkeit ist etwas für starke und mutige Menschen. Schwache Menschen wählen die Lüge.

 

Jeder hört lieber unehrliche Komplimente als ernüchternde Wahrheiten. Leider leben wir in einer Welt, wo von vielen „der Ehrliche“ als schwach und dumm angesehen wird und „der Lügner“ auf Händen getragen und verehrt wird. Fremden Dritten vertrauen wir oft zu schnell und grundlos.

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Wahrscheinlich auch deshalb, weil wir selbst anfällig sind für „schöne Worte“. Tröstende und beruhigende Lügen (comforting lies) hören wir lieber als unangenehme und lästige Wahrheiten (unpleasant truths). Auch wenn Thomas Mann (1875 – 1955), deutscher Schriftsteller, der Meinung war, dass „eine schmerzliche Wahrheit besser als eine Lüge ist“ so ist der Großteil der Menschen doch manchmal der Auffassung, dass „Wahre Lügen (true lies)“ das eigene Leben doch lebenswerter erscheinen lassen. Hier sollten wir uns stets alle an den chinesischen Philosophen Laotse (ca. 6. Jahrhundert v. Chr.) erinnern: „Wahre Worte sind nicht immer schön; aber schöne Worte sind auch nicht immer wahr“.

 

Ein ehrlicher Vater antwortet daher vielleicht auf die Frage seines Kindes „Papa, was ist das: Ehrlichkeit?“:

Ehrlichkeit ist eine Vision. Ehrlichkeit ist die Voraussetzung für Ehrbarkeit. Im wesentlichen in zwei Gebieten:

  • Ehrlichkeit im Reden,

was bedeutet, immer die Wahrheit zu sagen

  • und die Ehrlichkeit im Handeln,

was zum Beispiel bedeutet, andere nicht zu täuschen und zu betrügen.

Jeder Mensch braucht Moral und Anstand. Wie der Fisch das Wasser zum leben. Jeder Mensch hat Moral und Anstand und sucht es auch stets bei seinem Gegenüber. Der eine vielleicht weniger als der andere. Und der andere vielleicht dafür etwas mehr.

Der Mensch ist einzigartig und in seiner Ausprägung vielfältig. Der eine ist geprägt von einer nachhaltigen Unternehmensführung und der andere vom kurzfristigen Gier-Effekt und der Neigung, sich den Verpflichtungen gegenüber der Gesellschaft, in der er lebt, zu entziehen. Schon Franz von Sales (1567 – 1622), französischer Theologe, brachte es auf den Punkt: „Es gibt drei Arten von Gütern für den Menschen auf dieser Welt: das Nützliche, das Angenehme und das Ehrenhafte, und wir werden zu allem Unterfangen und zu allem Tun durch eines dieser drei Mittel angeregt:

  • entweder durch den Nutzen
  • oder durch das Vergnügen
  • oder durch die Ehrbarkeit.“

 

Liebes Kind, lass uns verstärkt gemeinsam eine Vision der Ehrbarkeit verfolgen. Die Ehrlichen werden die Unehrlichen übertrumpfen. Sei stets ehrlich und glaubwürdig und lass Dich nicht durch Bestechung von Deinem ehrbaren Weg abhalten. Erbaue Dir ein größtmögliches Vertrauen und eine überdurchschnittliche Reputation. Verweigere Dich der Verführung durch die „Unehrlichen“. Investiere in Dich und andere Menschen. Dann wirst Du ein reicher und vermögender Mensch. Die Zukunft wird Dir zeigen, dass Glaubwürdigkeit und Reputation die Währung unserer Zukunft sind. Ein Vermögenswert, den Du schnell und ohne Andere gewinnen und erwerben kannst. Ein Kapital, welches Du nicht zufällig „auf der Strasse“ finden musst. Dieser Wert wächst Dir automatisch durch das Anwenden und Vorleben Deiner Werte wie Ehrlichkeit und Rechtschaffenheit zu.

 

Rudolf X. Ruter - Glaubwürdigkeit und Reputation - Tugenden eines ehrbaren Aufsichtsrats

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Hospitality und Strafrecht

Dieser Leitfaden von The Sponsors Voice  (=S20) ist absolut lesenswert und Beschreibt sehr anschaulich wo gute Erziehung, Höflichkeit und Gastfreundlichkeit direkt übergeht in Vorteilsnahme und Korruption.

 (Lesen Sie in dem Zusammenhang auch den neuen Leitfaden „Fragen-/ Antwortenkatalog zum Thema Annahme von Belohnungen, Geschenken und sonstigen Vorteilen (Zuwendungen)“  des Bundesinnenmisteriums.)

 

Auf der Homepage von S20 heisst es:

Das Thema Hospitality und Compliance beschäftigt seit vielen Jahren Vermarkter, Sponsoren, Politiker und Juristen. Es geht dabei vor allem um die rechtliche Seite von Einladungen zu Sport- und Kulturveranstaltungen. In den letzten Jahren ist die Einladungspraxis von Unternehmen, die bei Sport- und Kulturveranstaltungen Logen anmieten oder VIP- und Business Seat-Karten erwerben, um Geschäftspartner oder andere Personen einzuladen, in den Blickpunkt der Öffentlichkeit und der Juristen gerückt.

 

S20 hat gemeinsam mit dem Deutschen Olympischen Sportbund und unter Mitwirkung der Bundesministerien des Innern und der Justiz einen Leitfaden zum Thema „Hospitality und Strafrecht“ entwickelt, der die rechtliche Situation darlegt und Handlungsempfehlungen gibt. Gleichzeitig macht er aber auch die Problematik dieses Themas deutlich, denn die Rechtsprechung lässt viel Raum für Interpretationen. S20 sucht deshalb den Dialog mit allen Interessenvertretern mit dem Ziel, praktikable Lösungen zu entwickeln.“

 

Die Werte von S20

 

Die S20 Mitglieder bekennen sich zu

  • Nachhaltigkeit
  • Leistung
  • Fairness
  • Humanismus
  • Sozialer Verantwortung

Wir bekennen uns zum Prinzip der Nachhaltigkeit und übertragen diese Prinzipien auf das Sponsoring, d.h. wir möchten unser Geschäft und auch das Sponsoring nach Möglichkeit wirtschaftlich, ökologisch und sozial betreiben. Wir nehmen unsere Verantwortung wahr, soweit wir Einfluss auf die Realisierung haben. Und wir fordern von anderen im Sport beteiligten Partnern – Sportlern, Verbänden, Vermarktern, Politik, Medien u.a. – dass Sie sich auch zu diesen Werten bekennen und nach diesen handeln.

 

Wir bekennen uns zum Leistungsprinzip. Leistungen müssen jedoch fair erbracht werden. Fairness heißt für uns: Wir verurteilen Doping und unterstützen den Kampf gegen Doping. Wir möchten keinen Imagegewinn aus unfair erzielten Leistungen ziehen. Wir verstehen Sponsoring als – in der Regel vertraglich untermauerte – Partnerschaften, die von beiden Seiten partnerschaftlich gelebt werden.

 

Humanismus: Wir verurteilen jede Form von Diskriminierung, sei es aufgrund von Geschlecht, Rasse, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion, Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität. Wir möchten keine Imagegewinne aus Aktivitäten beziehen, die die Menschenwürde verletzen.

 

Soziale Verantwortung: Wir sponsern gemeinnützige Anliegen und Projekte, so zum Beispiel im Breiten- oder, Behindertensport sowie in der Nachwuchsförderung. Gleichzeitig beziehen wir – wo zur Unternehmen- und Nachhaltigkeitsstrategie sowie zum Sponsoring passend – gemeinnützige Anliegen und Projekte in die Umsetzung von Sponsoringaktivitäten mit ein.

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